Vergleich zeigt:
Kunststoffrecycling lohnt sich
Wie sieht ein ökologischer Vergleich von Müllverbrennung und Recycling am Beispiel des Kunststoffs aus? Ganz klar: Das Recycling liegt weit vorn und lohnt sich für Umwelt und Wirtschaft!
Die stoffliche Verwertung von Kunststoffabfällen ist die ökologisch vorteilhafteste Option. Die Verwertung von Kunststoffen aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne, wie sie DSD heute praktiziert, spart gegenüber der Verbrennung in einer durchschnittlichen deutschen Müllverbrennungsanlage (MVA) 1,26 Tonnen CO2 je Tonne verwerteter Kunststoff.
Dabei tragen die MVA in Deutschland durchaus dazu bei, Treibhausgase einzusparen, weil sie große Mengen biogenen Abfalls verarbeiten, also Speisereste, Küchenabfälle, Holz und andere Materialien. Früher verrotteten diese auf einer Deponie – das dabei unter anderem entstehende Methan ist ein 20 Mal wirksameres Treibhausgas als CO2. Außerdem erzeugen die MVA Strom und Wärme und sparen daher fossilen Brennstoff ein.
Kunststoff enthält allerdings ausschließlich fossilen Kohlenstoff. In Verbindung mit dem im Vergleich zu Kraft- oder Zementwerken niedrigen Wirkungsgrad der MVA führt das zu einer Mehrbelastung für das Klima, wenn Kunststoffe in der MVA behandelt werden, statt sie zu recyceln.
Das werkstoffliche Recycling, also die Aufbereitung der Kunststoffe zu Regranulaten, dem Grundprodukt für neue Kunststoffprodukte, ist die beste Möglichkeit. Da nur bei der stofflichen Verwertung der Kunststoff dem Kreislauf erhalten bleibt, ist dabei auch der größte Beitrag zur Ressourcenschonung möglich. Das werkstoffliche Recycling ist heute auch wirtschaftlich lohnend. Regranulate aus gebrauchten Kunststoffverpackungen sind in der Qualität mit Neuware aus Rohöl vergleichbar und dabei günstiger. Kunststoffe in der MVA zu verbrennen ist daher Verschwendung.
Mehr zum Thema unter:
http://www.nabu.de/themen/mehrwegundreycling/portrait/11768.html
http://www.muellundabfall.de/aid/mua_20100107/inhalt.html


