Der Grüne Punkt - 15. September 2017

Clearingverträge duale Systeme: Sicherheit der Kunden geht vor

Vorgehen der dualen Systeme im Einvernehmen mit Zentraler Stelle / Prüfung Ist-Mengenmeldung 2018 auf Basis einheitlicher Prüfgrundlage

Köln, Pegnitz, 15. September 2017. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister hat bestätigt, dass auch ein Nebeneinander verschiedener Clearingverträge nichts daran ändert, dass die finalen Mengenmeldungen des Jahres 2018 (Ist-Mengenmeldung im Frühjahr 2019) auf Basis einer einheitlichen Prüfgrundlage von der Zentralen Stelle geprüft werden. Der neue Clearingvertrag der Systembetreiber BellandVision, Der Grüne Punkt, Interseroh und Reclay entspricht diesen Prüfungsanforderungen. Ein Memorandum der Kanzlei Dentons Europe LLP für die Zentrale Stelle räumt zudem mit der falschen Behauptung auf, dass all jene Systeme, die den Clearingvertrag gekündigt haben, ihre Zulassung als duales System verlieren könnten. Die Zentrale Stelle hat das Dokument auf ihrer Website veröffentlicht.

Die Systeme BellandVision, Der Grüne Punkt, Interseroh und Reclay teilen die Auffassung der Zentralen Stelle, dass ein Nebeneinander verschiedener Clearingverträge zwar nicht wünschenswert, letztendlich aber praktikabel wäre. „Ungeachtet dessen sind wir auch weiterhin bemüht, mit den verbliebenen dualen Systemen zu einer einheitlichen Lösung zu gelangen. Dabei muss allerdings die Sicherheit der Kunden bei der Überprüfung aller Daten für das Jahr 2018 durch die Zentrale Stelle garantiert sein“, so die Geschäftsführer der vier Systembetreiber.

Zwischenzeitlich hat das Bundeskartellamt mitgeteilt, dass keiner der derzeit geschlossenen Verträge ab 2018 freigestellt werden kann, da die Grundvoraussetzung der Zeichnung durch alle dualen Systeme nicht gegeben sei. Zweifel hinsichtlich der alten Clearingverträge bestehen seitens des Bundeskartellamts wegen der erneut zu Tage getretenen Mengenabweichungen zu den DIHK-Meldungen 2016, die die Funktionsfähigkeit der alten Clearingverträge in Frage stellen. Die Geschäftsführungen der vier Systeme nehmen diesen Hinweis zum Anlass, nochmals für die eindeutigen Regelungen im „neuen“ Clearingvertrag zu werben: Dieser Vertrag entspricht den rechtlichen Vorgaben der noch gültigen Verpackungsverordnung in Verbindung mit den Vollzugsvorgaben der Bundesländer.

Dies betrifft insbesondere die unmissverständlichen Prüfungsvorgaben für den Systemwirtschaftsprüfer. Durch eindeutige Regelungen wird außerdem der Übergang zum neuen Verpackungsgesetz im Jahr 2019 sichergestellt. Für die Geschäftsführungen der vier Systeme ist kein Clearingvertrag akzeptabel, der diese Grundbedingungen nicht erfüllt.

Ansprechpartner BellandVision GmbH: Telefon: 09241 / 4832 202, presse(at)bellandvision(dot)de

Über BellandVision:
Die BellandVision GmbH, mit Sitz in Pegnitz, ist das zweitgrößte duale System sowie Dienstleister für bundesweite Entsorgungslösungen. Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochter des börsennotierten SUEZ-Konzerns, einem der weltweit führenden Unternehmen für Wasser- und Abfallwirtschaft.

Weitere Informationen im Internet unter www.bellandvision.de 

Ansprechpartner Der Grüne Punkt: Norbert Völl, Tel.: 0 22 03 / 937-507, pressestelle(at)gruener-punkt(dot)de 

Über die Gruppe mit dem Grünen Punkt:
Die Unternehmen des Grünen Punkts sind als Dienstleister für die erweiterte Produzentenverantwortung, als führender Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und als Premium-Produzent von Kunststoffrezyklaten der Lösungsanbieter für die Bedürfnisse der Kreislaufwirtschaft. Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) ist der Marktführer der dualen Systeme in Deutschland und steht für intelligente Rücknahmesysteme sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Rezyklate und Dienstleistungen. Die Systec Plastics stellt an den Standorten Eisfeld und Hörstel Premiumrezyklate der Marke Systalen für den internationalen Markt her. Die Unternehmen sind in der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst.

Weitere Informationen im Internet unter www.gruener-punkt.de

Ansprechpartner Interseroh: Henning Krumrey, E-Mail: henning.krumrey(at)albagroup(dot)de, Tel.: 030-35182-5050

Über Interseroh:
Interseroh ist neben ALBA eine der Marken unter dem Dach der ALBA Group. Die ALBA Group ist in Deutschland und Europa sowie in Asien mit insgesamt rund 7.500 Mitarbeitern aktiv. Im Jahr 2016 erwirtschaftete sie einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Damit ist die ALBA Group einer der führenden Recycling- und Umweltdienstleister sowie Rohstoffversorger weltweit. Durch die Recyclingaktivitäten der ALBA Group konnten allein im Jahr 2015 fast 5,9 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Primärproduktion und rund 51,8 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden.

Weitere Informationen zu Interseroh finden Sie unter www.interseroh.de. Unter www.albagroup.de/presse können alle Pressemitteilungen der ALBA Group als RSS-Feed abonniert werden. Bitte beachten Sie auch unser Onlineportal mit Informationen rund um die Themen Rohstoffe und Recycling: www.recyclingnews.info.

Ansprechpartner Reclay Group: Dorothee Stamm, E-Mail: stamm(at)reclay-group(dot)com, Tel.: 030-2064668-11

Über die Reclay Group:
Die Reclay Group ist ein international tätiger Dienstleister im Bereich Recycling und Wertstoffmanagement. Die mittelständische, inhabergeführte Unternehmensgruppe unterstützt mit ihren 220 Mitarbeitern weltweit an 12 Standorten über 3.000 Kunden aus Industrie, Handel und Gewerbe beim Erreichen ihrer Umweltziele und der Wahrnehmung ihrer Produktverantwortung. Die Reclay Group entwickelt individuelle Rücknahme- und Verwertungssysteme für unterschiedliche Abfallarten wie Verkaufs- sowie Transportverpackungen und berät Unternehmen sowie Regierungen beim Aufbau von Abfallsystemen. Darüber hinaus steuert die Unternehmensgruppe die Aufbereitung und Verwertung von Rezyklaten und versorgt die Wirtschaft so mit wichtigen Sekundärrohstoffen. Die spezialisierten Tochterunternehmen decken die gesamte Wertschöpfungskette der Abfallentsorgung und -verwertung ab – mit dem Ziel, Wertstoffe so lange wie möglich in einem geschlossenen Kreislauf zu halten. Die Hauptgesellschafter der 2002 gegründeten Unternehmensgruppe sind Martin Schürmann und Raffael A. Fruscio. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Reclay Group einen Umsatz von 171 Millionen Euro.

Weitere Informationen: www.reclay-group.com