Der Grüne Punkt - 22. November 2018

Nur gemeinsam lässt sich viel erreichen

Im „Plastikjahr“ auf 100 Prozent kommen: 120 Teilnehmer diskutierten beim 10. Forum Grüner Punkt Ansätze, die Herausforderung „nachhaltige Verpackung“ zu lösen.

10. Forum Grüner Punkt
120 Teilnehmer beim 10. Forum Grüner Punkt (Bild: Jan Knoff)

Verbraucher*innen wollen weniger Verpackung, vor allem weniger Plastik, mehr Mehrweg und mehr Recycling – mehr kosten darf das aber nicht. Die Politik sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene setzt deutlich höhere Ziele insbesondere für das Recycling von Kunststoffen und droht damit, bestimmte Einwegprodukte aus dem Material zu verbieten. Diese Erkenntnisse sorgten beim 10. Forum Grüner Punkt für rege Diskussionen.

2018 ist ein „Plastikjahr“ – darin stimmten Referent*innen und Teilnehmer*innen in der Kölner Flora überein: Immer neue Meldungen über (Plastik-)Müll im Meer, über niedrige Recyclingquoten bei stark steigendem Verbrauch rücken Kunststoff als Verpackungsmaterial in ein schlechtes Licht. Die Vorteile dieses Werkstoffs, ohne den die moderne Art zu leben wohl nicht denkbar wäre, geraten dabei aus dem Blick.

Politik und Verbraucher fordern Lösungen von Industrie und Handel, berichteten Marktforscher und Vertreter des Handels. Der Handel entwickle sich zum Treiber nachhaltiger Verpackungslösungen – so hat sich die REWE-Group zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 100 Prozent umweltfreundlichere Eigenmarkenverpackungen zu erreichen.

Wie ein Lösungsweg aussehen kann, lässt sich anhand des Beispiels COMPO zeigen: Der Anbieter von qualitativ hochwertigen Markenprodukten für Haus und Garten hat für eine zu 90 Prozent aus dem Premiumrezyklat Systalen vom Grünen Punkt hergestellte Verpackung einen Deutschen Verpackungspreis 2018 erhalten.

Solche Lösungen sind nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. Genau dieses Ziel verfolgt der Grüne Punkt mit seiner „Mission 100 %“, einer Initiative, deren Mitglieder 100 Prozent für nachhaltige Lösungen geben wollen. „Zusammen können wir auf Basis der Vorgaben des VerpackG durch privatwirtschaftliche Initiative viel für die Verwirklichung nachhaltiger Verpackungslösungen erreichen und so den gesellschaftlichen wie politischen Erwartungen gerecht werden“, sagte Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts.