Der Grüne Punkt - 28. September 2017

Recyclat-Initiative erhält Deutschen Verpackungspreis für nachhaltige Verschlüsse

Werner & Mertz erhält zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Verpackungspreis – Innovative Verschlüsse aus 100 Prozent rPP aus der Quelle „Gelber Sack“ gewinnen in der Kategorie „Neues Material“

Deutscher Verpackungspreis für innovative Verschlüsse aus recyceltem Polypropylen – Vertreter der beteiligten Projektpartner nahmen nun in Berlin den Preis entgegen (v. l. n. r.): Heike Schick (Technical Application Service, Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH), Stefan Andera (Leitung Produktentwicklung HEINZ PLASTICS Böhm GmbH), Ines Schwarz (Produktentwicklung Systalen „Grüner Punkt“), Steffen Meinel (Geschäftsführer HEINZ PLASTICS Böhm GmbH), Michael Heyde (Leiter Produkt- und Prozessentwicklung „Grüner Punkt“) und Immo Sander, (Leiter Verpackungsentwicklung Werner & Mertz). Foto: dvi.
Deutscher Verpackungspreis für innovative Verschlüsse aus recyceltem Polypropylen – Vertreter der beteiligten Projektpartner nahmen nun in Berlin den Preis entgegen (v. l. n. r.): Heike Schick (Technical Application Service, Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH), Stefan Andera (Leitung Produktentwicklung HEINZ PLASTICS Böhm GmbH), Ines Schwarz (Produktentwicklung Systalen „Grüner Punkt“), Steffen Meinel (Geschäftsführer HEINZ PLASTICS Böhm GmbH), Michael Heyde (Leiter Produkt- und Prozessentwicklung „Grüner Punkt“) und Immo Sander, (Leiter Verpackungsentwicklung Werner & Mertz). Foto: dvi.

Köln, 28. September 2017. „Die Recyclat-Initiative der Werner & Mertz GmbH ist mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet worden für die Entwicklung von Klappdeckelverschlüssen aus 100 Prozent recyceltem Polypropylen (rPP) aus dem „Gelben Sack“. In der Kategorie „Neues Material“ überzeugten die innovativen Verschlüsse die 15-köpfige Jury.

Immo Sander, Leiter der Verpackungsentwicklung bei Werner & Mertz nahm gemeinsam mit Michael Heyde und Ines Schwarz vom „Grünen Punkt“, Steffen Meinel und Stefan Andera von HEINZ PLASTICS Böhm GmbH und Heike Schick, Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH in der Humboldt-Box in Berlin den Preis entgegen. Die Jury lobte unter anderem, dass es gelungen sei, „aus Haushaltsverpackungsabfällen ein Polypropylen-Re-Granulat zu fertigen, dass die sehr hohen Anforderungen an einem Klappdeckelverschluss im Spritzgussherstellungsprozess wie auch in der Anwendung erfüllt“ und ein weiteres Kunststoffmaterial für den technischen Kreislauf von Verpackungsmaterialien zu erschließen.

„Wir sind stolz darauf, dass wir auch in diesem Jahr für eine unserer Neuentwicklungen mit dem Deutschen Verpackungspreis honoriert wurden. Mit der Verwendung von Recyclaten aus Polypropylen für unsere Verschlüsse, die vollständig aus dem „Gelben Sack“ gewonnen werden, konnten wir einen weiteren Schritt in der Entwicklung nachhaltiger Verpackungen gehen. In Zukunft werden wir weitere Nachhaltigkeitserfindungen über unser großes Netzwerk entwickeln und umsetzen“, feiert Immo Sander den Erfolg der gemeinsamen Leistung in der Recyclat-Initiative.

„Durch die Verwendung des Polypropylen-Recyclats von „Der Grüne Punkt“ für die Verschlüsse konnten wir für eine weitere Kunststoffart den Kreislauf schließen. Mit der Recyclat-Initiative zeigen wir, was heute im Kunststoffrecycling möglich ist.“, ergänzt Dr. Michael Heyde, Leiter der Produkt- und Prozessentwicklung beim „Grünen Punkt“.

Auch Steffen Meinel, Geschäftsführer von HEINZ PLASTICS Böhm GmbH, freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Wir konnten gemeinsam erreichen, durch den Einsatz von Recyclaten ein bewährtes Kunststoffprodukt nachhaltig zu produzieren und zur Serienreife zu bringen.“

„Die Projektarbeit förderte die Weiterentwicklung der Produktion von Masterbatches mit nachhaltiger Pigmentierung. Wir blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Fertigung der nachhaltigen Verschlüsse“, sagt Heike Schick, Technical Application Service, Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH.

Im Rahmen der Reyclat-Initiative entwickelten Werner & Mertz GmbH, Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, HEINZ PLASTICS Böhm GmbH und die Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH, den Klappscharnier-Verschluss aus Post-Consumer-Recyclat.

Hinter dem neuartigen Verschluss stecken rund neun Monate intensiver gemeinsamer Entwicklungsarbeit von Werner & Mertz und seiner Projektpartner. Das Polypropylen-Recyclingmaterial stellte „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH“ (DSD) zur Verfügung. Hergestellt werden die Verschlüsse von der HEINZ PLASTICS Böhm GmbH aus Langenau in Oberfranken. Die grüne Farbe erhält der Klappverschluss durch ein nachhaltiges Masterbatch, den die Clariant entwickelt und speziell auf die Recyclate angepasst hatte. Der jetzige Erfolg bestätigt die Effizienz der engen Zusammenarbeit. Als erstes Produkt mit dem neuen Verschluss ist der FROSCH Zitronenreiniger 750 ml im Handel. Werner & Mertz wird nach und nach weitere Produkte der Marke FROSCH mit den nachhaltigen Verschlüssen ausstatten. Eine Zertifizierung nach Cradle to Cradle® ist ebenfalls vorgesehen.

Mit dem Deutschen Verpackungspreis prämiert das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) jedes Jahr innovative und kreative Verpackungsideen in zehn Kategorien aus. Die diesjährige Preisverleihung fand in der Humboldt-Box vor dem Berliner Schloss statt.

Ansprechpartner:
Norbert Völl, Tel.: 0 22 03 / 937-507

Über die Gruppe mit dem Grünen Punkt:
Die Unternehmen des Grünen Punkts sind als Dienstleister für die erweiterte Produzentenverantwortung, als führender Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und als Premium-Produzent von Kunststoffrezyklaten der Lösungsanbieter für die Bedürfnisse der Kreislaufwirtschaft. Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) ist der Marktführer der dualen Systeme in Deutschland und steht für intelligente Rücknahmesysteme sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Rezyklate und Dienstleistungen. Die Systec Plastics stellt an den Standorten Eisfeld und Hörstel Premiumrezyklate der Marke Systalen für den internationalen Markt her. Die Unternehmen sind in der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst.