Weniger ist das neue Mehr – FRoSTA setzt auf umweltfreundliche Verpackungen

Die TK-Marke FRoSTA der gleichnamigen FRoSTA AG aus Bremerhaven ist seit 1963 am deutschen Markt vertreten. 2003 überraschte das Unternehmen den TK-Markt mit einem damals revolutionären Ansatz – dem Verzicht auf sämtliche Zusätze und künstliche Aromastoffe bei seinen Produkten zugunsten bester Zutaten aus verantwortungsvollen Quellen.  In der Folge wurde Nachhaltigkeit auch im Gesamten zum Kernthema der Marke. Und so verfügt die FRoSTA AG mittlerweile über ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement. Mit nachhaltigem Effekt: Nachdem 2010 die CO2-Fußabdrücke aller Produkte ermittelt und veröffentlicht wurden, setzte sich FRoSTA auch konsequenter mit den eingesetzten Produktverpackungen auseinander.

Frosta Nachhaltige Verpackungen

Auch hier war das Ziel klar: Verpackungen sollen möglichst geringe negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Dies bedeutet für FRoSTA ausschließlich Komponenten zu verwenden, die generell recyclingfreundlich und für den Menschen unbedenklich sind. Dennoch muss die Funktionalität der Verpackungen und die optimale Präsentation der Ware erhalten bleiben. Auf dem Weg hin zur nachhaltigen Verpackung entschied sich FRoSTA zur Zusammenarbeit mit den Design4Recycling-Experten vom Grünen Punkt. Gemeinsam wurde der gesamte Lebenszyklus der Verpackungen von der Auswahl der Rohstoffe bis zur Wiederverwertung analysiert. Dabei stand die optimale Verwertbarkeit der Kunststoffbeutel für Fertiggerichte im Fokus.

Wie funktioniert Design4Recycling (D4R) vom Grünen Punkt im Detail?

Es ist immer das Ziel, die zur Verpackungsherstellung verwendeten Ressourcen wieder nutzen zu können und sie so im Wertstoffkreislauf zu halten. Deshalb spielen neben der Material- und Ressourcenauswahl auch das Design und die Verarbeitung der Verpackung eine große Rolle. Aus diesem Grund sollte schon beim Verpackungsdesign an die Recyclebarkeit des eingesetzten Materials gedacht werden. Unsere D4R-Experten entwickeln in Zusammenarbeit mit den Herstellern eine nachhaltige Verpackungslösung, die exakt auf das Produktportfolio des Unternehmens zugeschnitten ist – und geben zusätzlich konkrete Empfehlungen zu Materialkombinationen, Sorten- reinheit, Bedruckung, Verschlusssystemen, Demontier- barkeit etc.

Unsere D4R-Experten führen eine „End-of-life-Betrachung“ durch.
Unsere D4R-Experten führen eine „End-of-life-Betrachung“ durch.

Es muss nicht die Produktneueinführung sein. Jeder Einzelfall wird genau betrachtet, denn das Recycling-Potential hängt immer von der einzelnen Verpackung, ihrem Zweck und ihrer notwendigen Beschaffenheit ab. Aber grundsätzlich haben folgende Kriterien eine positive Auswirkung auf die Recyclingfähigkeit:

  • helle Farbgebung bei Kunststoffverpackungen
  • Verwendung von Monomaterialien statt Materialmix
  • für die jeweilige Verpackung optimierte Etikettenlösung
  • für die jeweilige Verpackung optimierte Verschlusslösung
  • Trennbarkeit von Komponenten im Recyclingprozess

D4R für FRoSTA: ein neues nachhaltiges Verpackungsdesign

Folienbeutel sind für die TK-Fertiggerichte von FRoSTA ein zentrales Thema. Sie müssen Gefrierschrank- temperaturen standhalten und bei aller Funktionalität auch die Marke und das Produkt bestmöglich präsentieren. Vor der Zusammenarbeit mit dem Grünen Punkt verwendete das Bremerhavener Unternehmen branchenübliche Verpackungslösungen – also Verbunde mit Laminaten aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE), lösungsmittelbasierte Druckfarben, dunkles Verpackungsdesign. Diese sind in der Summe nicht recycling- und umweltfreundlich – und daher setzte hier die Grüne-Punkt-Beratung an und analysierte Material, Farbe und Aufbau der Beutel in Hinblick auf die Recyclingfähigkeit.

D4R für FRoSTA: ein neues nachhaltiges Verpackungsdesign

Die D4R Empfehlung: Die bisher von FRoSTA eingesetzten Kunststoffverbundbeutel lassen sich stofflich wiederverwerten. Aber sortenreine Konzepte würden ein hochwertigeres Recycling und mehr Verwendungsoptionen eröffnen. Zudem gilt, je heller das Ausgangsmaterial, desto heller das Regranulat – und damit mehr Möglichkeiten für die Einfärbungen des Recyclingkunststoffes  und damit attraktivere Endprodukte für eine Vielzahl von Branchen.

So beraten stellte FRoSTA 2016 auf Beutel um, die nur noch aus PP-Monomaterial-Layern bestehen. Dabei bleibt das Folienmaterial im Design hell, wird mit wasserbasierten Druckfarben bedruckt und ist vielseitiger im Recycling. Denn nach Gebrauch können die Beutel sortenrein in der Sortierung erfasst und zur Aufbereitung genutzt werden, wo aus ihnen hochwertige Regranulate für die kunststoffverarbeitende Industrie entstehen.

Und wasserbasierte Farben haben im Vergleich zu den lösungsmittelbasierten Farben eine deutlich bessere Umweltbilanz und zeichnen sich durch einen geringeren Farbverbrauch aus. Bei FRoSTA konnte so auch der Energieverbrauch stark gesenkt werden, da die Abluftreinigung und die Aufbereitung der Farbrückstände der Lösemittel wegfallen. Quasi eine Win-Win-Situation für FRoSTA und die Umwelt: Denn diese Umstellung schlägt sich auch positiv in der FRoSTA-Klimabilanz nieder, die für die Folienverpackungen 30 % besser ist als vor dem Relaunch. Weiterer signifikanter Wirkungsgrad sind 300 t weniger CO2-Emissionen im Jahr und ein deutlich geringerer Materialverbrauch.

Fazit: Das neue FRoSTA-Verpackungsdesign schont die Umwelt, fördert Innovationen, spart Kosten ein und fällt zudem im Kühlregal aufgrund der hellen Verpackungsgestaltung im Konkurrenzumfeld deutlich auf.

Eine Partnerschaft für die Nachhaltigkeit

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Eine Partnerschaft für die Nachhaltigkeit - FRoSTA & Der Grüner Punkt

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