Welche Informationen fordert speziell Amazon zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR)?

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Onlinehändler, die nach Deutschland und/oder Frankreich verkaufen und von Amazon z.B. als „Hersteller“ im Sinne des VerpackG identifiziert wurden, haben gegenüber dem elektronischen Marktplatzbetreiber künftig nachzuweisen, dass sie die jeweiligen nationalen EPR-Vorgaben (Extended Producer Responsibility) einhalten. Dies geschieht über die Meldung der entsprechenden EPR-Registrierungsnummer(n), den Link dazu stellt Amazon voraussichtlich im vierten Quartal 2021 bereit. Hintergrund  ist, dass Amazon ab 2022 für den betreffenden Verkäuferkreis sicherzustellen hat , dass dieser EPR-konform agiert.

 

Dies gilt für Amazon-Angebote in Deutschland für Verpackungen, Elektro- und Elektronikgeräte sowie Batterien. Bei Elektrogeräten mit Batterien verlangt Amazon aktuell nur die Registernummer für Elektro- und Elektronikgeräte.

 

Anzugeben sind aktuell also die Registrierungsnummern nach

 

  • Verpackungsgesetz (Registrierung bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister in der Datenbank LUCID)
  • Elektrogesetz (Herstellerregistrierung von Elektrogeräten bei der Stiftung Elektro-Altgeräteregister (EAR))


Wer nach Frankreich verkauft, hat weitere Registrierungspflichten für die Rücknahme und Entsorgung von Druckpapier, Möbel, Textilien und Reifen zu beachten.


Deutschland: Wer die vorgenannten Angaben nicht leistet, dessen Angebote werden auf dem elektronischen Markplatz von Amazon zu folgenden Terminen ausgesetzt: bei Verpackungen alle Angebote ab dem 1. Juli 2022, bei Elektro- und Elektronikgeräten alle Angebote ab dem 1. Januar 2023.

 

Zur Amazon-Verkäuferinfo:

Informationen zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) – Amazon Seller Central