Das Wir-Gefühl

"Macht was draus" - so denkt das Team des Grünen Punkts, wenn es darum geht, alle Bereiche weiterzuentwickeln. Nur gemeinsam mit unseren Mitarbeitern können wir langfristig erfolgreich sein. Sie sind der wichtigste "Rohstoff" des Unternehmens und mit ihrer Erfahrung wahre Nachhaltigkeitsagenten. Wir arbeiten in einem speziellen Geschäft, entsprechendes Wissen gibt es daher nicht "von der Stange". In mehr als 25 Jahren hat die Unternehmensgruppe einzigartiges Know-how aufgebaut. Es sind deshalb besondere Anstrengungen notwendig, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen und passgenau weiterzubilden.

Nachwuchs gewinnen und fördern

Der Grüne Punkt wurde von der IHK 2015 und 2016 als Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. In sieben Berufen lernen Jugendliche ihr Handwerk, darunter Industriemechaniker, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement und Fachinformatiker. 2015 hatte das Unternehmen 23 Auszubildende, ein Jahr später waren es 21. Drei von ihnen nahmen 2016 an einem Fortbildungsprogramm der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer in Paris teil.

Mitgestalten erhöht die Motivation

Dass sich die Gedanken beim gemeinsamen Kaffee am besten entfalten, weiß auch die Geschäftsführung: Zwischen Oktober 2015 und April 2016 lud Michael Wiener alle Mitarbeiter in kleinen Gruppen zum Ideenfrühstück ein, um den direkten Dialog und die Motivation zu fördern. In angeregten Gesprächen ging es darum, wie Prozesse und Strukturen weiter optimiert werden können. Ebenso liegt den Beschäftigten am Herzen, das Wir-Gefühl zustärken. Oft wurde auch über eine bessere Positionierung nach außengesprochen. Ethik und Integrität spielen übergreifend eine genauso wichtige Rolle wie Effizienz und Effektivität.

Einige Stimmen zeigen, wie vielfältig die Gesprächsthemen waren:

  • "Energieschulungen kommen gut an"
  • "Service nicht nur für die ,großen' Kunden"
  • "Image beim Kunden ist mit gutem Personal verbessert worden"
  • "Kommunikation verbessern und mehr über den Tellerrand schauen"
  • "Förderung des Teamgeistes"
  • "Vertrauen schaffen"
  • "Innovationen mehr vorantreiben"

Spende Dein Pfand

Wenn Ideen reifen

Spende Dein Pfand
Ein Anruf veränderte seinen Arbeitsalltag grundlegend: Martin Lausmann (47 Jahre), Key-Accounter für die deutsche Getränkeindustrie.

„Ohne Teamwork könnten wir unseren Job nicht machen. Das gilt besonders für das Projekt ‚Spende Dein Pfand‘, das ich betreue. Die Idee dahinter ist so simpel wie komplex: An Flughäfen werden Flaschen gesammelt und mit dem Pfandgeld soziale Projekte unterstützt. In einem Jahr kommen allein in Stuttgart oder Hamburg Werte von etwa 100.000 Euro zusammen. Doch Flasche ist nicht gleich Flasche: Manche sind Einweg, andere Mehrweg. Auch Dosen sind dabei. Um die durchsichtigen Sammeltonnen und um das Sortieren kümmern sich die Pfandbeauftragten, ehemals langzeitarbeitslose oder obdachlose Menschen. Sie kommen so wieder auf den Arbeitsmarkt. Hinter dem Projekt steckt eine effektive Logistik, die wir nur durch unser Know-how im Pfandclearing für Großkunden aufbauen konnten. Alles läuft reibungslos – von der IT bis hin zu juristischen Verträgen. Die Idee entstand, als mich im Sommer 2013 eine Studentin der Uni Hohenheim anrief und von einer Pfandsammeltonne in ihrer Mensa erzählte. Sie meinte, das könne man doch auch am Airport machen. Ich habe den Gedanken reifen lassen und dann mit den Flughäfen und sozialen Organisationen umgesetzt. Dieses Projekt ist nachhaltig, umweltfreundlich, wirtschaftlich vernünftig und sozial; das Allerwichtigste sind jedoch die Menschen, die es möglich machen. Wir konnten 24 Jobs für ehemalige Arbeitslose schaffen. Sie blühen sichtbar auf, denn als Teil der Flughafenteams werden sie von der Gesellschaft wieder wahrgenommen.“

DSD Technikum
Probekörper aus Systalen: Die makellosen Oberflächen und brillanten Farben zeigen den Fortschritt des Kunststoffrecyclings. So lassen sich Stoffkreisläufe schließen.

Ausblick

Recycling = Zukunft

Es ist deutlich mehr möglich. Diese Erkenntnis begleitet den Grünen Punkt seit langem. Betrachtet man die Kreislaufwirtschaft, werden Rohstoffe in Europa und weltweit nicht effizient genutzt. Mit Blick auf die Megatrends – schwindende Ressourcen, wachsende Industrialisierung, verschmutzte Meere und fortschreitender Klimawandel – enthielt unser letzter Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 einen Zehn-Punkte-Plan, um hier radikales Umdenken voranzutreiben. Viele dieser Punkte haben wir erreicht – andere nicht.

Nachhaltigkeitsbericht Mitarbeiter

Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016

Mitarbeiter Update 2015/2016

Lesen Sie den ganzen Bericht in "Nachhaltig weiterdenken – Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016"

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