Energie

Die Unternehmensgruppe Der Grüne Punkt stellt die Verantwortung für Umwelt und Menschen in den Mittelpunkt ihres wirtschaftlichen Handelns. Die Bewertung ihrer Tätigkeit erfolgt daher zusätzlich zu qualitätsrelevanten Aspekten auch unter Berücksichtigung umwelt- und energierelevanter Kriterien.
Durch die Implementierung eines Energiemanagements gemäß DIN EN ISO 50001:2018 an allen deutschen Standorten stellen wir eine fortlaufende Verbesserung der energetischen Leistung sicher. Am Verwaltungssitz in Köln setzen wir seit Bezug unserer neuen Firmenzentrale bereits höchste Maßstäbe an. So ist das Gebäude mit dem DGNB-Zertifikat in Platin für nachhaltige Innenräume ausgezeichnet. Neben dem Einsatz von Rezyklaten – auch von der Gruppe selbst produzierten Post-Consumer-Rezyklaten, beispielsweise in den Fußbodenbelägen und in der Bestuhlung – erfüllt das Gebäude ebenfalls höchste Ansprüche in Bezug auf die Energieeffizienz.
Durch eine effiziente Bereitstellung von Kälte, Wärme und Luft durch Wärmepumpen, inklusive Wärmerückgewinnung, kann z. B. der Einsatz fossiler Brennstoffe vermieden werden. Im Jahr 2024 erfolgte aufgrund geänderter Arbeitswelten (Stichwort: Mobiles Arbeiten) eine Optimierung der Flächeneffizienz durch Verteilung von Arbeitsplätzen auf freie Kapazitäten und der Untervermietung einer Etage.
Die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur am Standort ermöglicht das Laden von Elektrofahrzeugen.
Bei den energieintensiven Produktionsgesellschaften der Gruppe in Hörstel und Eisfeld steht das Thema Energieeffizienz ebenfalls im Vordergrund. Im Fokus stehen hier, neben der fortlaufenden Optimierung von Prozessabläufen sowie der Schulung unserer Mitarbeitenden, die Investition in effiziente Anlagentechnik.
Nachfolgend einige Beispiele aus den Jahren 2023 und 2024:
- Die Prozessoptimierung bei der Bereitstellung benötigter Kühlleistung (wurde bereits im Jahr 2023 umgesetzt)
- Die Wärmerückgewinnung in den Bereichen Druckluft und Kälte nur Nutzung für Heizzwecke sowie Warmwasserbereitstellung für Verwaltung und Sozialräume (wurde bereits im Jahr 2023 umgesetzt)
- Der Austausch zahlreicher ineffizienter Antriebe und Pumpen, wo dies wirtschaftlich und technisch umsetzbar ist
- Die Reduzierung der Brennertemperatur im Prozess der thermischen Trocknung zur Einsparung von Erdgas
- Die Umstellung von dieselbetriebenen Flurförderfahrzeugen auf Elektroantrieb
Das Inputmaterial unserer Produktionsbetriebe besteht aus den am Markt verfügbaren Mengen gesammelter und sortierter Leichtverpackungsabfälle aus der haushaltsnahen Sammlung. Die hier eingesetzten Inputqualitäten stellen einen signifikanten Einflussfaktor in Bezug auf den Energieverbrauch der Produktionsanlagen dar. Wir stellen daher, durch regelmäßige Audits bei den Lieferant*innen der vorgelagerten Lieferkette, entsprechende Qualitäten sicher.
Ebenfalls Einfluss auf den Energieverbrauch hat die Nachfrage unserer Kund*innen in Bezug auf die geforderte Produktqualität (z. B. Filtrierung, Fließeigenschaft).
Einen weiteren Faktor stellt die Dichte des verarbeitenden Materials dar. Daher ist der spezifische Energieverbrauch (kWh/t) bei unserem Produktionsstandort in Eisfeld höher als in Hörstel, da in Eisfeld Post-Consumer-Rezyklate aus Low Density Polyethylen (LDPE), in Hörstel hingegen aus (dichterem) Polypropylen (PP) hergestellt werden.

Bei den Energieträgern Erdgas und Strom streben wir jährliche Einsparungen in Höhe von jeweils 1,5 % an. Dies ist auch in unseren Unternehmenszielen fixiert.


Bei der Betrachtung des spezifischen Energieverbrauchs pro Tonne (t) am Standort Eisfeld ist zu beachten, dass sich im Verlauf der letzten Jahre die energetische Ausgangsbasis mehrfach verändert hat. Dies ist insbesondere durch einen veränderten Produktions-Mix begründet. Zudem sind am Standort größere Umbaumaßnahmen durchgeführt worden, welche ebenfalls Einfluss auf den spezifischen Energieverbrauch hatten.
Die Stromversorgung am Verwaltungssitz in Köln erfolgt zu 100 % durch Ökostrom. Rund 7 % der benötigten Energiemenge wird zudem durch eine Photovoltaik-Anlage bereitgestellt.
Der Grüne Punkt setzt seit 2023 auch bei den Produktionsstandorten verstärkt auf den Einsatz von Ökostrom und wird dies stetig weiter ausbauen.


