Kreislaufwirtschaft ist die Zukunft

Wir wollen immer besser werden. Besondere Bedeutung hat daher der Austausch mit unseren Stakeholdern. Für unsere Arbeit sind außergewöhnlich viele Gruppen von Belang – die wichtigsten haben wir bereits 2015 mithilfe einer umfassenden Stakeholderanalyse bestimmt. Für den aktuellen Bericht haben wir die Liste aktualisiert, aber keine wesentlichen Änderungen festgestellt. Es ist der zweite GRI-Bericht der Unternehmensgruppe des Grünen Punkts, nach dem Nachhaltigkeitsbericht 2015/16. Er erscheint in deutscher und englischer Sprache, ist gedruckt auf zertifiziertem Recyclingpapier und wird klimaneutral verschickt. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie, neue Maßnahmen und Fortschritte stellen wir auf den folgenden Seiten vor.

Ganzheitliche Lösungen

Aus Dialogen mit unseren Stakeholdern wissen wir, in welchen Themenfeldern wir uns vorrangig weiterentwickeln sollen. Die Themen, die wir in den Fokus nehmen, berücksichtigen unser einzigartiges Geschäftsmodell an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Ergebnis sind – als Weiterentwicklung der Wesentlichkeitsmatrix – neun gleichgestellte Handlungsfelder mit jeweils mehreren wesentlichen Themen und Bezug zu den konkreten Sustainable Development Goals (SDGs; globale Nachhaltigkeitsziele).

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Nachhaltigkeitsbericht 2017/2018

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Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft zum nachhaltigen Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.
Michael Wiener, CEO DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG

Abfallhierarchie gewinnt an Bedeutung

Wie soll mit Abfall umgegangen werden? Eine zentrale Frage unserer Branche. Die europäische Abfallrahmenrichtlinie gibt eine klare Hierarchie vor: Nach dem Vermeiden und Wiederverwenden steht das Recyceln auf Rang drei – erst danach folgen die energetische Verwertung und die Abfallbeseitigung. Wertschöpfung reicht für uns deshalb von der Produktion bis zur Verwertung. Bereits seit 2007 beraten wir unsere Kunden, wie sich Verpackungen möglichst recyclingfreundlich gestalten lassen. Die Nachfrage nach dieser Dienstleistung hat – auch durch den hohen politischen Handlungsdruck auf die Hersteller – deutlich zugenommen (mehr dazu im Kapitel Markt). Forschung, Beratung und Rezyklatherstellung sind deshalb die Zukunftsbereiche des Grünen Punkts, die eng miteinander verzahnt sind. Stoffkreisläufe lassen sich allerdings nur dann nachhaltig schließen, wenn die Verpackungsgestaltung und -herstellung ganzheitlich betrachtet wird: In Workshops und individuellen Projekten vermitteln wir unseren Kunden, wie Verpackungsdesign, Recycling und Verwertung zusammenwirken. Im Idealfall wird durch technische Innovationen aus unvermeidbarem Abfall wieder eine neue Verpackung: Aus unseren Regranulaten der Marke Systalen entstehen zum Beispiel neue Flaschen für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel und sogar für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte.

Leuchtturmprojekt:

AUSSEN BLAU, INNEN GRÜN

Schwarze Kunststofftöpfe werden bisher nicht in der automatischen Sortierung erkannt. Einen neuen Weg geht deshalb die Firma Pöppelmann, führender Hersteller von Kunststoffspritzguss- und Tiefziehartikeln aus Lohne. Im Sommer 2017 entwickelte der Kunststoffspezialist als weltweit erstes Unternehmen in der unternehmensweiten Initiative PÖPPELMANN blue® thermogeformte Pflanztöpfe, die nachweislich den Rohstoffkreislauf komplett schließen. Diese Pflanztöpfe von Pöppelmann TEKU® bestehen aus unserem ressourcenschonenden Systalen PRIMUS PP und haben vom Institut cyclos-HTP die hundertprozentige Recyclingfähigkeit bestätigt bekommen. Denn durch unsere Design4Recycling-Beratung wurden die Pflanztöpfe so gestaltet, dass ihr Material leicht von den Nahinfrarot-Sortiermaschinen identifiziert wird. Das RAL Gütezeichen Recyclingkunststoff weist den Anteil an Kunststoff aus, der aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne stammt. Im Rahmen von PÖPPELMANN blue® werden in enger Zusammenarbeit mit dem Grünen Punkt derzeit weitere kreislauffähige Produkte von Pöppelmann entwickelt.

Wertschöpfung ist komplex

Verpackungen müssen funktionell, handhabbar und zudem effizient herzustellen sein. Mit unserem Ansatz Design4Recycling unterstützen wir Hersteller dabei, sie recyclingfähig zu gestalten. Nur wenn Verbraucher gebrauchte Verpackungen richtig entsorgen, können sie sortiert und recycelt werden. Wir haben die Standards gesetzt, nach denen unsere Partner – vom Sammelunternehmen vor Ort über die Sortierer bis hin zur Recyclinganlage – mit den verschiedenen Wertstoffen umgehen.

Nachhaltigkeitsbericht 2017/2018

Unternehmen und Strategie

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