Jokey Plastics profiliert sich mit nachhaltigen Verpackungen mit RAL-Gütezeichen

 

„Deze emmer is gemaakt van 55% recyclingmateriaal“, steht auf dem Etikett – dieser Eimer besteht zu 55 Prozent aus Recyclingkunststoff. Darin verpackt der renommierte Hersteller Knauf 22 Kilogramm seines Haftmaterials „Betokontakt“. Erstmals setzt Knauf ein Rezyklat-Gebinde des Herstellers Jokey aus dem Bergischen Land ein. Neben der exakten Angabe des Rezyklatanteils ist auf dem Etikett das neue RAL Gütezeichen „%-Recycling-Kunststoff“ abgebildet, auf dem eine Gelbe Tonne und ein Gelber Sack sehen sind. Das Gütezeichen macht klar, dass der Rohstoff für den Recyclinganteil des Eimers Kunststoffabfälle aus eingesammelten Verkaufsverpackungen stammt. Geliefert hat das Rezyklat der Marke Systalen der Grüne Punkt.

Knauf setzt zum ersten Mal Gebinde aus Rezyklaten ein

Knauf setzt zum ersten Mal Gebinde aus Rezyklaten ein, um sein Produkt Betokontakt zu verpacken. Die Eimer bestehen zu mindestens 55 Prozent aus Rezyklaten, die aus dem Gelben Sack oder der Gelben Tonne gewonnen wurden.

RAL-Gütezeichen als wichtiges Signal an die Verbraucher

„Mit dem RAL-Gütezeichen ‚%-Recycling-Kunststoff‘, das wir 2018 eingeführt haben, können Mitglieder der Gütegemeinschaft dokumentieren, dass Kunststoffe aus dem Gelben Sack, der Gelben Tonne oder ähnlichen haushaltsnahen Sammelsystemen verwertet und in nachhaltigen Verpackungen oder Produkten eingesetzt werden – ein wichtiges Signal für die Verbraucher,“ erklärt Dr. Ina-Maria Becker, Vorstand der Gütegemeinschaft.

Auf der FACHPACK 2019 in Nürnberg stellte Jokey die erste Rezyklatverpackung mit dem RAL Gütezeichen „%-Recycling-Kunststoff“ vor. Michael Schmitz, Leiter Marketing der Jokey Group

Auf der FACHPACK 2019 in Nürnberg stellte Jokey die erste Rezyklatverpackung mit dem RAL Gütezeichen „%-Recycling-Kunststoff“ vor. Michael Schmitz, Leiter Marketing der Jokey Group, zwischen Dr. Ina-Maria Becker (l.) und Christina Schulz von der RAL-Gütegemeinschaft Rezyklate aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen e. V.

So setzt Jokey Systalen-Rezyklate ein

Der Film zur Initiative: das Jokey Eco Concept

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Vorreiter Knauf plant Ausweitung auf weitere Verpackungslinien

Bei Knauf ist man stolz auf die Vorreiterrolle: „Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Wir sind sicher, dass der Markt positiv auf unsere neuen Gebinde reagieren wird,“ erklärt Axel Ritz, Verkaufsleiter Export & Industriekunden bei Knauf Bauprodukte. Für Knauf ist der Einsatz von Rezyklatverpackungen für „Betokontakt“ in den Niederlanden ein erster Schritt, dem weitere Verpackungslinien und die Ausweitung auf andere Länder folgen sollen. Geplant ist auch eine Kommunikationskampagne, um sowohl professionelle Anwender als auch private Verbraucher auf die Nachhaltigkeit der neuen Verpackung aufmerksam zu machen.

 

Dass man mit Knauf einen renommierten Referenzkunden gewonnen hat, sieht Jokey als bedeutenden Erfolg seiner 2018 gestarteten Initiative „Grau ist das neue Grün“. Diese wirbt für Rezyklatverpackungen aus Post-Consumer-Sekundärrohstoffen als nachhaltige Lösung für die Abfüllung von Non-Food-Produkten. In punkto Leistungsfähigkeit ist das Material Neukunststoffen nahezu ebenbürtig. Lediglich die graue Färbung hat bisher die Akzeptanz behindert, da weiße Verpackungen bei Baustoffprodukten seit Jahrzehnten Standard sind. Bei der Verpackung für Knauf ist allerdings von der grauen Farbe äußerlich nur ein Rand erkennbar, da der Eimer im Inmold-Label-Verfahren rundum mit einem materialhomogenen Etikett in Weiß bedruckt ist.

Dabei wird bei der Herstellung im Spritzguss das fertige Etikett in die Form eingelegt, bevor die Maschine den Kunststoff einspritzt. Da das Label aus dem gleichen Kunststoff besteht wie der Eimer selbst (PP, also Polypropylen), lässt sich beides zusammen problemlos recyceln. Der Eimer wird außerdem mit einem grünen Deckel und einem weißen Bügel aus Neukunststoff kombiniert. So ist das vorwiegend aus Rezyklat bestehende Gebinde in der Gesamtanmutung genau so attraktiv wie eine konventionelle Lösung. Technisch können Eimer und Deckel auch vollständig aus Rezyklaten gefertigt werden.

JONAS: Umweltfreundliche und ressourcenschonende Produkte

 

Knauf ist nicht der einzige große Jokey-Kunde, der auf Rezyklate setzt: Auch JONAS unterstützt mit seinen Verpackungen die Recyclat-Kampagne von Jokey, die auf die Verantwortung für einen geschlossenen Stoffkreislauf abzielt. Die Farbenwerke JONAS bringen seit 2020 besonders umweltfreundliche und ressourcenschonende Produkte auf den Markt. Mit der Weiterentwicklung des „grünen Weiß“ produziert das Unternehmen eine besonders umweltfreundliche und hochwertige Innenfarbe für anspruchsvolle Beschichtungen. Bei der Lackherstellung werden technisch bedingte Restmengen aus dem Abfüllprozess neu formuliert und finden ressourcenschonend ihren Weg zurück in ein Produkt. Durch das „Lack-zu-Lack-Verfahren“ werden wertvolle neue Rohstoffe eingespart.

Sowohl das Produkt als auch seine Verpackung basieren auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit. „Jokey entwickelt seit Jahren sein Öko-Konzept, das auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette basiert“, erklärt Jokey CEO Jens Stadter. „Alle von uns hergestellten Produkte müssen vollständig recycelt und möglichst aus Post-Consumer-Rezyklaten gefertigt werden können. Dieser Verantwortung hat sich Jokey von Anfang an verschrieben“, so Stadter. „Auch die von uns hergestellten Produkte müssen vollständig recycelbar sein. Dieser Verantwortung hat sich Jokey von Anfang an verschrieben“, so Stadter. Die von Jokey für JONAS verwendeten Kunststoffe sind wie bei Knauf von der „Gütegemeinschaft Rezyklate aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen e. V. zertifiziert und tragen das RAL-Gütezeichen „%-Recycling-Kunststoff“.


Die Verpackungen bestehen zu über 50 Prozent aus Post-Consumer-Recyclaten, die aus der haushaltsnahen Sammlung von Verpackungsabfall (Gelbe Tonne, Gelber Sack) stammen. Der Eimer ist direkt bedruckt und zeigt sich in einem ganzheitlichen blauen Design. Er wird direkt digital bedruckt, dadurch entsteht der charakteristische blaue Rand als unverwechselbares Qualitätsmerkmal hilft sowohl den JONAS Farbenwerken als auch Jokey, dem Kunden ihre Verantwortung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft visuell zu vermitteln. Die so hergestellten Verpackungen sind nach Gebrauch vollständig recyclebar – vollständig entleert gehören sie in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne und können erneut recycelt werden.

Ziel: Grau als neue Standardverpackung für Non-Food-Produkte

Jokey erwartet, dass mit dem RAL-Gütezeichen und den Branchenschwergewichten Knauf und JONAS als Referenzkunden seine 2018 gestartete Initiative „Grau ist das neue Grün“ Rückenwind bekommt. Das Rezyklat-Konzept als Lösung für moderne, nachhaltige Kunststoffverpackungen soll konsequent ausgebaut werden. Dazu bringt das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung in der Verarbeitung von Recyclingmaterialen mit. Die ersten Jokey Verpackungseimer aus 100 Prozent Rezyklat wurden bereits 1993 beim Deutschen Verpackungswettbewerb prämiert. „Wir werten das Engagement von Knauf und JONAS als richtungsweisend und hoffen, dass weitere Abfüller diesem Weg folgen und aus einem weißen Standard schon bald einen grauen oder blauen Standard für Verpackungseinsätze im Bereich der NonFood-Industrie machen werden“, so Michael Schmitz, Leiter Marketing der Jokey Group.

„Und da sind wir auf einem guten Weg: Der Einsatz von Post-Consumer-Recyclingkunststoffen – und damit die Substitution von Neuware-Rohstoffen – hat gegenüber dem dritten Quartal 2019 schon um das Vierfache zugenommen. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, aber wir setzen uns hier für die kommenden Monate und selbstverständlich im kommenden Jahr sehr ehrgeizige weitere Ziele.“

 

Ein Ausdruck dessen ist das „Jokey Eco Concept 2.0“, das der Hersteller gleichzeitig mit einem komplett überarbeiteten Internetauftritt im Sommer 2020 präsentierte und das zehn Handlungsfelder umfasst: Das reicht von der konzernweiten konsequenten Ausrichtung auf Energie- und Ressourceneffizienz, das Ziel der Klimaneutralität bis 2030, dem Einsatz von Polymeren aus Recycling- und nachwachsenden Rohstoffen bei optimalem Produktschutz und voller Gestaltungsfreiheit bis hin zur recyclingfähigen Gestaltung aller Produkte. Und damit zeigt Jokey, wie Kunststoff als Werkstoff den Sprung in Zukunft schaffen könnte: als nachhaltig gedachtes, vollständig kreislauffähiges Material, das ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwert schafft.

Regranulate – ein Plus für die Umwelt

Der Grüne Punkt hat für seine Systalen-Produkte Ökoprofile vom IFEU Heidelberg berechnen lassen, die die Einsparungseffekte nach Wirkungskategorien, wie z.B. Treibhauseffekte oder Prozessenergie, ausweisen. Damit wird der Systalen-Einsatz für kunststoffverarbeitende Unternehmen auch ökologisch berechenbar. Denn Ökoprofile zeigen, wie viel umweltschonender die Herstellung von Produkten aus Recyclingkunststoff im Vergleich zur Produktion aus Primärrohstoff ist. In der Verarbeitung eignet sich Systalen bestens für Spritzguss, Blasformen und Extrusion.

5 x Ja für Systalen Regranulate

 

Umweltfreundlich

Ihre Herstellung schont die Umwelt

 

Frei von Erdöl

Kunststoff kann ohne die Verwendung von Erdöl produziert werden

 

Closed Loop

Der Wertstoffkreislauf von Kunststoff wird geschlossen

 

Energiesparend

Deutlich geringerer Energieaufwandbei der Herstellung von Regranulat als bei der Neuproduktion von Kunststoff

 

Schadstoffarm

Niedrigere CO2-Ausstoßwerte und Schadstoffemissionen