Gründung des CosPaTox-Konsortiums

Ziel ist die Entwicklung von PCR-Sicherheitsstandards für Kosmetikverpackungen

News Bild CosPaTox

In dem Bewusstsein, dass die Kreislaufwirtschaft in Zukunft von größter Bedeutung sein wird, und als Konsequenz der laufenden EU- und nationalen Aktivitäten zur Schließung von Post-Consumer-Kunststoffabfallkreisläufen wurde das Industriekonsortium CosPaTox gegründet. CosPaTox steht für Cosmetics, Packaging and Toxicology (Kosmetik, Verpackung und Toxikologie). Ziel ist es, bisher fehlende spezielle Sicherheitsstandards für hochwertige Post-Consumer-Kunststoffrezyklate (PCRs) für Kosmetika und andere Haushaltsverpackungen zu schaffen. Der Zeitrahmen ist ehrgeizig: Innerhalb von 24 Monaten will CosPaTox die Ergebnisse dieser Arbeit veröffentlichen.

 

CosPaTox besteht aus großen europäischen Markenartiklern der Kosmetikindustrie, der Hygiene- sowie der Wasch- und Reinigungsmittelbranche in Zusammenarbeit mit engagierten Recyclingunternehmen, Kunststoffherstellern und Kunststoffverarbeitern, die ebenfalls zu den Mitgliedern gezählt werden. Darüber hinaus wurden wissenschaftliche Experten auf dem Gebiet des Recyclings von Post-Consumer-Verpackungsabfällen (z.B. Fraunhofer IVV, FH Wien, Fabes) eingebunden, um in Zusammenarbeit mit Branchenspezialisten der Mitgliedsunternehmen ein fokussiertes Arbeitsprogramm umzusetzen.

 

Ziel ist es, toxikologische Sicherheitsrichtlinien für PCRs zu definieren, die in Kosmetikverpackungen verwendet werden, wobei ein erster Schwerpunkt auf Polyolefinen (PE und PP) liegt. Drei verschiedene Arten von Verpackungen stehen im Fokus von CosPaTox: Kosmetik Leave-on, Kosmetik Rinse-off und Wasch- und Reinigungsmittel. Dieser Reihenfolge spiegelt die steigenden Anforderungen an die Rezyklatqualität wider. Von dieser Arbeit wird die gesamte Branche profitieren, auch Unternehmen, die bisher aufgrund der fehlenden toxikologischen Bewertung und Standardisierung von Non-Food-PCR Abstand genommen haben.

 

Neben der Ermittlung toxikologisch unbedenklicher Grenzwerte umfasst die Zielsetzung auch die Erstellung von Prüf- und Messmethoden, die von den Recyclern schnell vor Ort eingesetzt werden können. Die Entwicklung einer schnellen Analytik wird als essentiell für den zukünftigen Erfolg höherer Rezyklatquoten angesehen, da es heute Wochen dauert, die Rezyklatqualität z. B. über Migrationstests zu bewerten.

 

Das CosPaTox-Konsortium ist offen für neue Mitglieder. Eine aktive Teilnahme erfordert jedoch ein hohes Maß an Kompetenz in den Bereichen Toxikologie sowie Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffrezyklaten zur Bereicherung der Arbeitspakete. Auch die passive Teilnahme ist eine willkommene Option.

 

Die Europäische Kommission hat im Jahr 2015 einen EU-Aktionsplan für eine Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Kunststoffe wurden als eine der Hauptprioritäten identifiziert und daher sollte eine Strategie ausgearbeitet werden, die sich mit den Herausforderungen von Kunststoffen in der gesamten Wertschöpfungskette befasst. Kunststoffe sind wichtige und allgegenwärtige Materialien in der heutigen Wirtschaft und im täglichen Leben. Sie haben vielfältige Funktionen, die dazu beitragen, eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen, denen unsere Gesellschaft gegenübersteht. Die Art und Weise, wie Kunststoffe hergestellt, verwendet und entsorgt werden, lässt jedoch allzu oft die wirtschaftlichen Vorteile eines "zirkulären" Ansatzes vermissen und schadet der Umwelt. Die Kreislaufwirtschaft stellt ein alternatives und nachhaltigeres Modell zur traditionellen linearen Wirtschaft (nehmen, herstellen, entsorgen) dar.

 

Kontakt CosPaTox

Doris Peters    

E-Mail: peters(at)consortia-management.com

Telefon: +49-6241-9548012

 

Wenn Sie mehr über CosPaTox und unsere Mitglieder erfahren möchten, besuchen Sie www.cospatox.com