Joint Research Centre legt Konzept für EU-weit einheitliche Abfalltrennkennzeichnungen vor

Das Joint Research Centre hat einen technischen Entwurf für harmonisierte Abfalltrennkennzeichnungen in der EU vorgestellt.

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Das Joint Research Centre (JRC) hat einen technischen Entwurf für harmonisierte Abfalltrennkennzeichnungen in der EU vorgestellt. Die sogenannten Waste Sorting Labels (WSL) basieren auf Erkenntnissen aus Verhaltensforschung und Design. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern eine einheitliche, leicht verständliche Orientierung bei der Abfalltrennung zu bieten. 

 

Der Vorschlag unterstützt die Umsetzung zu Art. 12 der Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Darin werden grundlegende Prinzipien für die visuelle und konzeptionelle Gestaltung der neuen Kennzeichnungen definiert. Zudem enthält er ein vollständiges Set an Label-Designs, inklusive Farbkonzepten und empfohlener Terminologie. Ergänzend dazu werden Hinweise für zentrale Akteure wie Verpackungshersteller, Entsorgungsunternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger gegeben. 

 

Zentrale Elemente des Vorschlags: 

 

  • Aufbau des Labels: Die Kennzeichnung setzt sich aus einem Piktogramm, einer definierten Farbe und einem Textbestandteil zusammen.

     

  • Verschiedene Designvarianten: farbig, schwarz-weiß, transparent sowie Ausführungen mit oder ohne Text.

     

  • Farbvarianten: Für Sammelbehälter sollen farbige Piktogramme mit Text verwendet werden. Bei Verpackungen ist mehr gestalterische Flexibilität vorgesehen.

     

  • Textgestaltung: Textangaben befinden sich im unteren Bereich des Labels und müssen eine festgelegte Mindestgröße einhalten, um eine gute Lesbarkeit sicherzustellen.

     

  • Erweiterte Informationen: Zusätzliche Angaben können außerhalb des Hauptlabels oder digital, beispielsweise über QR-Codes, bereitgestellt werden. 

 

Weitere Empfehlungen und Details können dem vollständigen Vorschlag des JRC entnommen werden. 

 

Mit dem QR‑Code DigiDot bietet Der Grüne Punkt bereits heute eine digitale Lösung für Verpackungen, die die Vorgaben der EU sinnvoll ergänzt. Durch das Aufbringen des DigiDots auf ihre Verpackungen können Hersteller selbst festlegen, welche Produktinformationen darüber abrufbar sind – und diese gezielt in ihre Kommunikation einbinden, etwa über externe Links, Gewinnspiele oder andere Anreize.

 

Der QR‑Code fungiert dabei als Schnittstelle zwischen den Informationsbedürfnissen der Endverbraucherinnen und Endverbraucher und der individuellen Produktkommunikation der Hersteller. 

 

Weitere Informationen zum DigiDot finden Sie hier.  

 

Bild: Joint Research Centre