Fast jeder kennt das: An den Sicherheitskontrollen im Flughafen ist Schluss für Getränkeflaschen. Meist landen sie im Müll, da es auf die Schnelle keine bessere Lösung gibt. Doch das geht auch anders! An vielen deutschen Flughäfen finden Fluggäste für ihre leeren Getränkeflaschen große, transparente Sammelgefäße von „Spende Dein Pfand“.

 

Dabei übernehmen meist ehemalige Langzeitarbeitslose die Entleerung, Säuberung und Pflege der Behälter. Sie sortieren auch die Flaschen nach Einweg und Mehrweg und verpacken sie in spezielle Säcke. Der Grüne Punkt kümmert sich um alles Weitere: also die Abholung der Säcke, Organisation der Pfandgelder und das Recycling von Flaschen und Dosen. Aktuell können so dreizehn Arbeitsplätze der Pfandbeauftragten teilweise oder sogar komplett finanziert werden. In Berlin konnten im Rahmen des Spende Dein Pfand Projekts sogar 12 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden und darüber hinaus wird die Berliner Tafel mit den Spendengeldern unterstützt.

Die Partner

„Spende Dein Pfand“-Sammelbehälter stehen bereits an den Flughäfen Stuttgart, Köln/Bonn, Hamburg und Bremen, Berlin, Dresden, Paderborn und Nürnberg, weitere sind in Vorbereitung. An allen Standorten werden die Arbeitsplätze durch gemeinnützige Organisationen gestellt und betreut. Der Grüne Punkt sorgt für die Logistik, das Clearing der Pfandgelder und das Recycling. Die Idee zu „Spende Dein Pfand“ hatte die Studierendenorganisation „Enactus“, die das Konzept erstmals an einigen Universitäten erprobt hat.

Die teilnehmenden Flughäfen von Spende Dein Pfand
Karte Flughäfen Spende Dein Pfand

Der Flughafen Berlin-Tegel ist mit über 21 Millionen Fluggästen 2016 bisher der größte Flughafen, der bei „Spende Dein Pfand“ dabei ist. Der Hauptstadtflughafen hat die transparenten Sammelgefäße an den Gates im Juni 2017 eingeführt und freut sich, dass eine große Menge Pfandflaschen, die vorher ungenutzt im Müll gelandet sind, nun erfasst und recycelt werden. Das Gemeinschaftsprojekt ist eine Kooperation der Flughafengesellschaft mit dem Grünen Punkt, dem Bildungs- und Beschäftigungsträger Goldnetz gGmbH und der Berliner Tafel e.V.


Die bei Goldnetz beschäftigten – und zu 100 Prozent durch Jobcenter- und Landesmittel geförderten – „Pfandbeauftragten“ sind für Transport, Aufstellung, Leerung und Reinigung der Tonnen und die anschließende Sortierung der Pfandgebinde verantwortlich. Zehn neue Arbeitsplätze sind so neu entstanden und verschaffen den Pfandbeauftragten einen neuen Zugang zum Arbeitsmarkt und – ganz wichtig – zur Sozialversicherung.


Der Grüne Punkt sorgt für die Logistik, lässt die sortierten Flaschen abholen, erfassen und recyceln. Der Pfanderlös kommt vollständig der Berliner Tafel zugute, Logistik, Verwertung und die Verrechnung der Pfandgelder übernimmt der Grüne Punkt kostenlos.

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Gutes tun und dabei noch die Umwelt schützen – das ist beim City Airport Bremen Realität geworden. Fluggäste können in den dafür vorgesehenen Sammeltonnen vor den Sicherheitskontrollen ihre leeren Pfandflaschen einwerfen. Die Sammeltonnen sind mit der Aufschrift „Spende Dein Pfand“ beschriftet und nicht zu übersehen. Ehemals Langzeitarbeitslose leeren täglich die Tonnen. Der Erlös aus dem Pfandgeld der gesammelten Flaschen fließt dann Eins zu Eins in die Finanzierung der Stellen der Pfandflaschensammler.

Für das Pfandflaschenprojekt „Spende Dein Pfand“ am City Airport Bremen nimmt das Recyclingunternehmen „Der Grüne Punkt“ die Pfandflaschen entgegen, ermittelt die Pfanderlöse und leitet diese weiter an die gemeinnützige Gesellschaft „ProJob Bremen“, ein Anbieter von arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen sowie eine 100-Prozent-Tochter des kirchlich-diakonischen Unternehmens „Verein für Innere Mission in Bremen“.

Die Pfandflaschensammler sind über die ProJob Bremen für das Projekt „Spende Dein Pfand“ angestellt; hierfür kooperiert die Gesellschaft mit der Jobcenter Bremen. Den Sammlern bedeutet das Projekt viel: „Wir erhalten eine Chance und es ist eine gute Sache für die Umwelt.“

Viele Flugreisende kennen das Problem: Man steht im Flughafen-Terminal für die Sicherheitskontrolle an und ist noch im Besitz einer Getränkeflasche. Täglich landen deswegen zahlreiche Pfandflaschen aus dem Handgepäck im Müll. Doch nicht am Flughafen Dresden: Mit dem Projekt „Spende Dein Pfand“ werden diese Flaschen für einen guten Zweck gesammelt.


Seit Sommer 2016 stehen an den Sicherheitskontrollen am Flughafen transparente Sammeltonnen, in die Passagiere ihre Getränkeflaschen geben können, die sie aus Sicherheitsgründen nicht mit an Bord nehmen dürfen. Der Flughafen sammelt die Flaschen ein und übergibt sie an den Grünen Punkt, der unentgeltlich das Pfand einzieht und für das Recycling der Flaschen sorgt. Die Einnahmen kommen wohltätigen Zwecken zugute. Zu den geförderten Einrichtungen gehörten bisher eine Jugendwerkstätte und das Tumorzentrum Dresden.

Vor allem an den Sicherheitskontrollen des Hamburger Flughafens landeten früher Tag für Tag viele hundert Pfandflaschen im Müll, da sie nicht mit ins Flugzeug genommen werden dürfen. Jetzt stehen in den Terminals insgesamt sechs durchsichtige Behälter, in die Passagiere ihre Pfandflaschen spenden können. Aus den Pfand-Erlösen finanziert das Hamburger Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“ die Arbeitsplätze von vier ehemaligen Langzeitarbeitslosen, die die Sammelbehälter regelmäßig leeren, das Pfandgut sortieren und zur Abholung bereitstellen.


Die Aktion „Spende Dein Pfand“ ist in doppelter Hinsicht ein Gewinn, gibt sie doch ehemaligen Langzeitarbeitslosen eine Perspektive und schützt zugleich die Umwelt. Zum Projekt gehört außerdem ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter, den der Flughafen zur Verfügung stellt.


Neben Hamburg Airport und „Hinz&Kunzt“ ist „Der Grüne Punkt“ an der Initiative beteiligt. Er übernimmt die gesammelten und sortierten Flaschen, sorgt für die gesamte Logistik und führt das eingenommene Pfand und die Recyclingerlöse direkt an das Projekt zurück.

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In den Terminals des Flughafens stehen auffällige Sammeltonnen, die die Aufschrift „Spende Dein Pfand“ tragen und für den gemeinnützigen Kölner Verein „Bürger für Obdachlose e.V.“ werben. Zwei neu eingestellte Mitarbeiter des Vereins leeren die Tonnen täglich und haben so einen festen Arbeitsplatz und ein geregeltes Einkommen gefunden.

Seit Mai 2015 ist der Köln Bonn Airport Kooperationspartner von „Der Grüne Punkt“. Das Recyclingunternehmen nimmt die gesammelten Flaschen entgegen, ermittelt die Pfanderlöse und gibt das Geld an den Kölner Verein „Bürger für Obdachlose“ e.V. weiter, der davon inzwischen drei Mitarbeiter bezahlt.

Insgesamt stehen acht Sammeltonnen in den Terminals – immer in unmittelbarer Nähe zu den Passagierkontrollstellen. So haben Fluggäste die Möglichkeit, Pfandflaschen zu entsorgen, die sie nicht mit in den Sicherheitsbereich nehmen dürfen oder wollen.

„Der Grüne Punkt“ stellt unentgeltlich einen Container zur Verfügung, in dem die sortierten Flaschen gesammelt und abgeholt werden.

„Spende Dein Pfand“ ist eine Initiative des Köln Bonn Airport, des Recycling-Unternehmens „Der Grüne Punkt“, des Kölner Vereins „Bürger für Obdachlose“ und der Studenten-Organisation „Enactus“.

Weitere Infos auf der Website des Köln Bonn Airport

Täglich wurden am Flughafen Paderborn-Lippstadt vor allem vor den Sicherheitskontrollen Pfandflaschen entsorgt, weil sie nicht mit ins Flugzeug genommen werden dürfen. Doch das ist mit „Spende Dein Pfand“ vorbei: In Kooperation mit dem A.V.E. Eigenbetrieb des Kreises Paderborn, dem Grünen Punkt und dem Katholischer Verein für soziale Dienste in Paderborn e.V. (SKM) hat der Flughafen zwei Behälter im Terminal aufgestellt. Hier können Fluggäste ihre Pfandflaschen unkompliziert spenden. Die Einnahmen kommen dem SKM zugute.

Für die Abholung der Flaschen hat der SKM in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter eigens eine neue Arbeitsstelle geschaffen. Die Flaschen werden zunächst in Paderborn gesammelt und dann durch den Grünen Punkt abgeholt. Dieser sorgt für das Recycling der Flaschen und zieht das Pfand ein, das vollständig dem SKM zufließt.

„Die Idee hat uns sofort überzeugt. Auf ganz unkomplizierte Art können so kleine Spenden etwas Positives bewirken. Zugleich reduziert sich das Müllaufkommen und die Flaschen werden wieder dem Pfand-Kreislauf zugeführt“, sagte Roland Hüser, Prokurist und kaufmännischer Leiter der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH, zum Start der Aktion. „Ich freue mich sehr, dass wir hier am Paderborn-Lippstadt Airport dabei sein dürfen“, betont Dr. Markus van Halteren, Geschäftsführer der Grünen Punkts. „Das Projekt ist im besten Sinne nachhaltig, weil es für mehr Recycling sorgt und zur Finanzierung von Arbeitsplätzen beiträgt.“

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Im ersten Jahr des Projekts wurden über 31.000 Flaschen eingesammelt und 7.800 Euro an den SKM überwiesen – 2.000 Euro mehr als zunächst geplant. Der Verein kann es brauchen.

Erster Flughafen, der das Projekt „Spende Dein Pfand“ eingeführt und die Behälter an den Sicherheitskontrollen aufgestellt hat, war der Flughafen Stuttgart. Heute kümmern sich fünf Mitarbeiter des Vereins „Trott-war“ um Einsammlung und Sortierung der gespendeten Flaschen und haben so einen Arbeitsplatz erhalten. An Spitzentagen finden bis zu 2.000 Flaschen, die früher im Müll gelandet und verbrannt worden wären, den Weg in die Behälter und ins Recycling.

Der Grüne Punkt kümmert sich kostenfrei um die Verwertung der Flaschen und zahlt das Pfand an den Verein „Trott-war“ aus. Für die Aktion werben übrigens nicht nur die Behälter selbst, auch große Plakate am ganzen Flughafen machen die Fluggäste auf das Projekt aufmerksam.

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ARBEITSPROZESS VON SPENDE DEIN PFAND