WEN GEHT DER MÜLL IN DER TONNE ETWAS AN? UNS ALLE!
Effizientes Recycling ist die Zukunft und die Wegwerfgesellschaft gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an. Denn nur mit Umdenken und konkreten Lösungen können wir sicherstellen, dass die Umwelt langfristig geschont wird und künftigen Generationen ausreichend Ressourcen und Rohstoffe zur Verfügung stehen. Das ist ein wesentlicher Grund, warum der Grüne Punkt „Macht was draus“ als eine Maxime gewählt hat.

Als die Verpackungsverordnung Industrie und Handel zur Rücknahme und Verwertung ihrer Verpackungen verpflichtete, gründeten Handel und Industrie den Grünen Punkt als zweites (duales) System neben dem öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgungssystem. Seit 1991 nehmen wir Verpackungsmüll zurück und gewinnen daraus Sekundärrohstoffe, die zurück in den Wirtschaftskreislauf fließen. Und zwar mit Erfolg, wie unsere jährliche Umweltbilanz beweist.
Recycling-Tipps: Was gehört wohin?
So funktioniert’s! Wertstoffkreislauf und duales System
Wertstoffkreisläufe zu schließen, also Wertstoffe aus Abfällen über hochwertiges Recycling so lange wie möglich in einem Wirtschaftskreislauf zu führen, ist für den Grünen Punkt Vision und Aufgabe zugleich. Das duale System Der Grüne Punkt ist das verbindende Element zwischen Hersteller, Industrie und Verbraucher und sorgt für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsmüll.
Im Wertstoffkreislauf werden dann Metalle wie Aluminium zu neuen Metallprodukten, Altglas wird zu neuem Behälterglas, Altpapier zur Rohstoffquelle für neues Papier und Kunststoff aus Gelbem Sack und Gelber Tonne wird zu neuen Kunststoffprodukten. Und damit genau das möglichst einfach und effizient gelingt, gibt es bei uns getrennte Sammelbehältnisse für Verpackungen.
Mülltrennung. So gelingt gemeinsam eine saubere Zukunft!
Eine saubere Abfalltrennung und damit die Trennung von Wertstoffen ist wesentlich für effizientes Recycling. In Deutschland haben die meisten Haushalte Sammelbehälter für fünf unterschiedliche Abfallarten: Glas, Papier, Pappe und Karton, Leichtverpackungen (LVP) aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien sowie Restmüll und Bioabfall. Und im Grunde ist Mülltrennen ganz einfach: Papier, Kartonagen und Verpackungen aus Pappe oder Karton kommen in die Altpapiersammlung; farblich sortierte Flaschen und Behälterglas in den Altglascontainer (blaues Glas kommt übrigens in den Grünglas-Container!) In die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack gehören ausschließlich Leichtverpackungen aus Metall, Verbundmaterial und Kunststoff. Restmüll und Bioabfall haben jeweils eigene Tonnen.
Wie wirkt es sich auf die Umwelt aus, wenn sie durch Abfälle vermüllt wird?
Wie sich eine mögliche Vermüllung auf die Umwelt auswirkt, vor allem auf die Meeresumwelt, und welche Maßnahmen es dagegen gibt, auch darüber informiert die Iniative „Mülltrennung wirkt”. Erfahren Sie, welche Maßnahmen gegen die Vermüllung helfen und wie zum Beispiel Mehrwegverpackungen helfen können.

Eine Sortieranlage für Verpackungsabfall von innen
Alles, was im Gelben Sack und in der Gelben Tonne gesammelt wird, gelangt erstmal in eine spezielle Sortieranlage. Was in einer solchen Anlage passiert, wissen leider nur die wenigsten. Mit dem 360-Grad-Video der Initiative Mülltrennung wirkt kann nun jeder mit Computer oder Smartphone durch eine solche hochmoderne Anlage wandern und sich jede Maschine im Detail ansehen und erklären lassen.

In Deutschland sind aktuell neun duale Systeme zugelassen, die die Gelbe Tonne bzw. die Gelben Säcke, die Altglascontainer und Papiertonnen zur Sammlung gebrauchter Verkaufsverpackungen nutzen. Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH mit dem Grünen Punkt als Markenzeichen hat als erstes, duales System dieses haushaltsnahe Rückholsystem mit aufgebaut.
Aber was bringt die Mülltrennung der Umwelt? Verbrauchen wir durch das Recycling nicht am Ende mehr Energie, als wir dadurch einsparen? Wie trägt die Arbeit des Grünen Punkts zum Klimaschutz bei? Dazu erstellt der Grüne Punkt jährlich eine Umweltbilanz, die genau diese Fragen beantwortet.
Der Grüne Punkt steht für Produzentenverantwortung

Endverbraucher*innen kennen den Grünen Punkt als bekanntes Markenzeichen der Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH. Er ist in über 170 Ländern geschützt und erfreut sich großer Bekanntheit und steht für Kompetenz.
Duale Systeme wie Der Grüne Punkt in Köln organisieren bundesweit die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen für Industrie und Handel. Damit erfüllen sie die sogenannte erweiterte Produzentenverantwortung (EPR) für die Hersteller von verpackten Produkten. Die Hersteller sind nach dem Verpackungsgesetzverpflichtet, ihre auf den Markt gebrachten Verpackungen bei einem dualen System zu beteiligen, damit dieses die gebrauchten Verpackungen einsammelt und einer Verwertung zuführt. Diese Auftragsleistung kostet und der Hersteller zahlt dafür ein sogenanntes Beteiligungsentgelt an ihr duales System.
Wird der QR-Code ‘DigiDot’ mit dem Der Grüne Punkt Markenzeichen in der Mitte auf einer Verpackung gedruckt, so zeigt der Hersteller damit an, dass er die Pflichten des Verpackungsgesetzes erfüllt und für die Sammlung und Sortierung seiner Verpackungen Verantwortung übernimmt. Darüber hinaus bietet der digital auslesbare QR-Code viele interessante Zusatz-Funktionen und -Informationen. So kann der Verbraucher konkrete Informationen zur Verpackung, der richtigen Entsorgung einsehen und sich die nächst gelegene Abfallstelle anzeigen lassen. Die Nutzung des DigiDot QR-Codes birgt damit viele wichtige Informationen und trägt aktiv zum Schließen der Kreislaufwirtschaft bei.
Hersteller, die den DigiDot für ihre Verpackungen nutzen, müssen hierzu mit dem Grünen Punkt in Köln einen zusätzlichen Markennutzungsvertrag abschließen. Ein gültiger Beteiligungsvertrag für ihre Verpackungen bei einem dualen System ist hierbei Voraussetzung. Der Aufdruck des DigiDot trifft keine Aussage darüber, ob und in welchem Umfang die betreffende Verpackung recyclingfähig ist.

